Mikro-Validierung versus Mikroverletzung
Ein abgewandter Blick, ein ironischer Unterton oder das Übergehen einer kleinen Freude verletzen leise, doch nachhaltig. Umgekehrt reichen Sekunden, um zu validieren: Blick hin, Name sagen, Beobachtung benennen, kurze Pause. Diese Reihenfolge schützt Würde und hält Handlungsspielraum offen. Sie verhindert, dass Kinder für Aufmerksamkeit kämpfen müssen. Wer regelmäßig validiert, reduziert späteren Konfliktbedarf, weil Zugehörigkeit schon gespürt wurde. Mikroverletzungen passieren allen; entscheidend ist, sie zu bemerken und zügig zu reparieren, bevor sie sich zu Geschichten über Wert verdichten.